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Tag 8 – Jetzt beginnt der "Game Drive"

Die erste Nacht war mehr oder weniger gut geschafft. Es hat leider noch so dermaßen angefangen zu stürmen und zu regnen, dass wir zwischenzeitlich dachten, unser Zelt hebt ab. Dementsprechend schlecht sind wir auch einfgeschlafen. So eine erste Nacht im totalen Busch ist schon irgendwie aufregend... da braucht man einige Zeit, um sich an die Geräuschkulisse zu gewöhnen.

Wecken war eigentlich für 5:30 Uhr(!!) angesagt, aber da das Feuerholz zum Erhitzen des Kaffeewassers nicht brennen wollte, wurde erst um kurz nach 6.00 Uhe geweckt. Richtiiiiiiiig, wir sind im Urlaub! :-)

Aber sobald Du geweckt wirst, ist auch warmes Wasser im "Waschbecken" und du kannst dir die Zähne putzen. Zähneputzen mit Aussicht, sozusagen ;-)

Hier unser Badezimmer:

... und hier nochmal unser Zelt in der Sonne und im Hellen... mit eigener Terrasse...

... alle vier Zelte nebeneinander ...

... die Seitenansicht mit angeschlossenem Buschbadezimmer...

... die Konstruktion der Buschdusche...

... und hier die Buschduschen in der Reihe ...

Da ist jemand fit für den Tag (obwohl hier nicht morgens, sondern immer erst mittags geduscht wird)...

Jetzt auch einmal unser Essens- und Gemeinschaftszelt:

Unser Versorgungstruck mit den Unterkünften der drei "Helfer"

Und nach den Elefanten vom Vorabend, hier etwas ganz Besonderes wie uns Kurt bestätigte – eine Gruppe von Wildhunden, die sich auf die Jagd machen. Das man Wildhunde sieht ist wohl sehr sehr selten, aber wenn man morgens um 6:15 Uhr nichts Besseres zu tun hat, als mit dem Fotoapparat aufs Frühstück zu warten, dann klappt es halt auch :-)

Hier das Frühstück mit allen zusammen und es gibt das "Briefing" für den Tag

Dann heisst es "5 Minutes", also nochmal alles einpacken und zum Truck kommen:

Jetzt waren wir auf "Game Drive" im Moremi Wildreservat – und dann sehen wir auch gleich einen Impala mit nur einem Horn.

Eine ganze Gruppe von Impalas und sogar zwei Zebras, die wohl erst die letzten Tage angekommen sein solle, so wie Kurt sagte:

Noch einmal der "Einhörnige":

Die Einheimischen nennen diese Impalas auch gern "McDonalds"... weil ihre Hinterteilfärbung entfernt an das McDonalds "M" erinnert und weil sie sozusagen "Löwen-Fastfood" sind :-)

Da die Regenzeit gerade begonnen hat, gibt es relativ viel Jungtiere:

...es sind sehr Niedliche dabei...

An einem kleinen Wasserloch kann man zwei Krokodile (aber kleine Exemplare) sehen:

...aber dieses Flusspferd (Hippo) wollte uns nicht mehr von sich zeigen... ein wenig Understatement gehört eben dazu! :-)

Während unser langsamen Fahrt durch die Wildniss schaut Kurt natürlich immer nach den Tieren und versucht, sie ausfindig zu machen, aber wenn einer von uns ein interessanten Tier sieht, dann geben auch wir die Richtung an, in welcher das Tier zu sehen ist - und da Kurt hinten keine Augen hat und es nicht so viel bringt, wenn man ruft "Over there, an elefant!", sagen wir immer die Uhrzeiten an. Das bedeutet, "12 Uhr" ist vorn, "3 Uhr" ist rechts, "6 Uhr" ist hinten usw. usw.

Und nach kurzer Zeit hiess es wieder "Monkeys at three!" ("Affen auf 3 Uhr")

... und auch hier: Neugeborene

Auf unserem Tagesprogamm von heute steht noch eine Motorbootfahrt auf dem Okavango.

Das Wetter spielte heute auch noch mit...

... und dann erreichten wir ein Nest von Marabu- und Gelbschnabelstörchen - gut, dass wir unser Fernglas mithaben!

Zwei ausgewachsene Marabu-Störche...

... zeigen an, wer hier die Größten sind.

Gundel hat dann auch gleich in den Büchern studiert...

... mein fleißiges Bienchen... :-)

... und dann kamen wir zu einer zweiten Gruppe von Störchen...

... hier ein ausgewachsener Gelbschnabelstorch....

... und hier ein ca. 1 Monat-altes Jungtier:

Schönes Foto...

"10´clock - crocodile!"

"Herr Kaleun, langsame Fahrt voraus"

Und da ist er: Dr. Dolittle!

Also ich finde, ich bekomme mal die goldene "Bester-Kunde"-Globetrotter Medaille verliehen...

... oder noch besser, wir beide... :-) (besonders kleidsam auch die Socken von Gundel...) (Klappe halten - nach Schönheit gehts hier nicht!) ;-)

Zurück am Ausgangspunkt, erwartete uns auch gleich ein weiterer Wagen (mit Kurt´s-Kollegen Sammy)...

Sammy ist ein super-lustiger Typ... der auf die höfliche Frage unserer Kathrin "Hi, how are you" salopp antwortete "I am strong as a stallion!"... für die, die es nicht gleich wissen, gucken die Übersetzung am besten im Wörterbuch nach... aber um Euch den Gang zu ersparen... bedeutet es "Ich bin stark wie ein (Zucht)-hengst!" (DAS IST KEIN SCHERZ!!! Hat er wirklich gesagt - seitdem ist das bei uns running gag!!) ;-)

Auch mal eine schöne Antwort-Alternative auf so eine Frage hin...

... und unsere wohlverdienten Tea-Time :-)

Mir fällt bei dem Tea-Time-Bild gerade ein, dass wir ja noch gar nichts von unserer Reisegruppe erzählt haben:

Wir sind wirklich eine nette gemischte Truppe - Typen- wie altersmäßig. Da ist das Paar Anja & Birger, mit unserem "Dienstältesten" (Birger ist 45 Jahre), die aus Köln kommen. Dann gibt es den ruhigen Reisegefährten Hauke mit Freundin Sabine (unsere "Küken" mit 26 und 31 Jahren) aus dem Frankfurter Raum. Und dann haben wir als Highlight unsere unterhaltsamen "Großstadt-Tussis" (Die Beschreibung haben sie selber geliefert! (Die passt aber :-) Kathrin & Tina aus München bzw. Bielefeld, die einen ein ums andere Mal zum Lachen bringen. Beide sind exakt in unserem Alter... insofern sind ein gut zusammengewürfelter Haufen, mit dem unser Guide Kurt - glauben wir - eine Menge Spaß hat! Von dem wir sicherlich hier und da noch berichten werden...

Beim Verlassen des Boot-Camps lief uns dann noch eine Art Leguan über den Weg, ein "Water-Monitor":

Und das hier ist ein Kudu...

... Ihr erinnert Euch an meinen Grillteller im Mama-Africa von Tag 4...?! Genau, viertes Stück von rechts :-)

Da wir ja schon um kurz nach 6 gestartet sind, waren wir so um ca. 11 Uhr wieder in unserem Camp...

... um wieder unseren Begrüßungsdrink zu bekommen...

... und um dann von Kurt einen Exkurs im Thema "rote samtige Insekten" zu bekommen...

... auch, wenn es ein wenig wie unter dem Elektronenmikroskop aussieht, ist dies ein echter "Red Velvet Mite", aber nicht viel größer als ein Fingernagel:

So um die Mittagszeit, also gegen 11:30 Uhr gibt es für uns immer Lunch, denn unser Tagesablauf sieht wie folgt aus:

ca. 5:30 Uhr Wecken
5:30–6:00 Frühstück (Da hier morgens kein Duschen und aufwendige Maniküre angesagt ist, ist das alles locker machbar :-)!)
6:00 Uhr Abfahrt zum "Game Drive" (Wildbeobachtung)
ca. 9.00 Uhr kurze Teatime an einer netten Stelle
10:00 Uhr zurück im Camp
11:30 Uhr Mittagessen
12:00 Uhr–15:30 Uhr Mittagsruhe
15:30 Uhr Abfahrt zum Nachmittag "Game-Drive"
18:30 Uhr "Sundowner" (also ein Gin-Tonic oder Weiss-/Rotwein) an einer schönen Stelle mitten in der Wildnis
ca. 19:00 Uhr Ankunft im Camp
20:00 Uhr Dinner (Abendessen) mit anschließendem gemütlichen Sitzen-am-Feuer
22:00 tot im Bett ;-)

Jetzt mussten wir einmal einen Blick in die Küche werfen ... es ist wirklich so, dass alles -ausser dem Brauchwasser- mitgenommen werden muss und für zehn Tage reichen muss! Klar, so ein LKW ist nicht soo klein, aber 8 Gäste, 4 Begleiter, inkl. Zelten, Getränken, Wäsche, Essen etc. etc. - das ist schon eine logistische Leistung.

Und Edward bereitet wirklich alles auf dem offenen Feuer zu! Vom Filetsteak (ja, gab es), über das TÄGLICH selbst-gebackene oberleckere Brot und die Kuchen, bis hin zu unserem Duschwasser, alles wird auf den offenen Flammen gekocht und zubereitet.

Edward erklärt uns dann immer erst das Essen, was er da so gezaubert hat, und dann wird serviert! Wie beschrieben: Ladies first! :-)

Und hier ein besonders interessantes Panorama, denn da könnt Ihr mal sehen, wie es so in einem Camp aussieht:

Die Sonne schien heute sehr lang und so gibt es nochmal ein schönes Foto von unsere Reihenhausanlage :-)

... bißchen frisch machen ....

Ein Blick in unser Zelt-Zuhause (diesmal von hinten aufgenommen mit Blick auf die vordere "Tür" und Terrasse):

Und so schaut es aus, wenn wir die vordere Tür öffnen und rausgucken:

Ja, und hier en detail unser Buschbadezimmer... das ist die Dusche...

... mit Warmwasserbehälterer (also Plastiksack) und antiquiertem Duschhahn :-) (Nein, der rote Hebel ist sozusagen der Duschhebel, den muß man vorsichtig aufdrehen, damit nicht so viel Wasser auf einmal rauskommt und beide mit dem Duschwasser auskommen! Obwohl man immer soviel Wasser nachordern könnte wie man wollte, aber dann muss eben immer ein Helfer Wasser über dem Feuer kochen und im Eimer herantragen - das wollen wir ihnen ja auch nicht zumuten)

Und hier die "Buschtoilette"... nur so viel: Es ist KEIN Chemieklo... :-) (Was Ihr am "Spüleimer" samt Schaufel daneben erkennt). Aber unter dem Klo ist ein ca. 50 cm tiefes Loch in den Boden gegraben...

Es ist Regenzeit... also ziehen und hin und wieder dunkle Wolken auf, aus denen es dann man mal oder weniger rauspladdert...

... weshalb wir uns dann ins Zeltinnere verziehen und lesen, schlafen - und natürlich Website schreiben und schon mal vorbereiten! :-)

Nach der Teatime um 15.30 Uhr mit Tee und Kaffee und Hot Chocolate ging es dann um 16 Uhr auf den Game Drive in the afternoon. Wasserlöcher durchqueren steht an der Tagesordnung:

Und was sieht man in der Nähe vom Wasser gern: RICHTIIIG, Hippos! :-) Und was für Exemplare!

Nicht nur "Großvieh" interessiert uns, nein, wir lassen uns auch wißbegierig einiges über Tierverhalten, Vögel und Pflanzen erklären - und haben hierbei gelernt, dass es sich bei diesem Teil um einen Sausage-Tree, also einen "Wurstbaum" handelt. Das, was im Sommer noch herrliche Blüten waren, hat sich jetzt zu Wurst-ähnlichen Gebilden verwandelt, die wiederum Nahrung für allerlei Tiere und dergleichen sind (jedoch für den Menschen nicht nutzbar, weil einfach zu hart). Sieht lustig aus!

Und nicht auf dem Boden, sondern auch in den Bäumen finden wir die Affen:

Die ein ums andere Mal putzig sind!

Hier ein Warzenschwein mitten in der Wildnis:

Und mal wieder ein Impala:

Man muß an dieser Stelle einmal erwähnen, dass es ganz konkrete Vorgaben für diese Game Drives in Botswana gibt. Den Guides ist es nicht gestattet, querfeldein zu fahren, sondern nur die vorgebenen Wege und Pfade zu benutzen. Sprich, man jagd den Tieren nicht hinterher, sondern betrachtet die, die man sieht. Man will hier einfach Natur und Tiere schützen - was wir als sehr positiv empfinden. Wobei es dadurch natürlich auch mal vorkommen kann, dass man mal 30 Min. keinerlei Tiere sieht, logisch.

Zudem wird es hier in Botswana auch dadurch gesteuert, dass nur immer eine bestimmte Anzahl von Touristen für die Gruppen zugelassen wird (es wird also nicht mal eben ein dritter Bus gechartert und die Massen durch den Park gekarrt!!). Das hat zur Folge, dass die Besucherzahlen relativ gering sind, was sich letztlich natürlich aber positiv auswirkt - auf Besucher wie -vor allem!! - auch auf die Tiere.

Dementsprechend entspannt sind auch die Tiere... weil sie - so ist unser Eindruck - spüren, dass sie hier nicht gehetzt oder gejagd werden. Wobei das natürlich GAR NICHTS mir "zutraulich" zu tun hat... im Zweifelsfall sind die schneller weg als wir gucken können :-)

So und weiter geht es über eine - was die Einheimischen hier - "Brücke" :-) nennen:

Natürlich mit Kurt, unserem wirklich tollen Guide! Ein lustiger Typ mit sehr viel Wissen und einer netten Art! Cooler Guide!

Später Nachmittag... kleiner Stop-over (Bei so etwas dürfen wir uns auch nie wirklich weit vom Fahrzeug weg bewegen... wir sind hier schließlich in der Wildnis!)

Stop-over um diese Zeit heißt "Sundowner". Kurt sucht immer ein nettes Plätzchen, wo er uns dann Wein und leckere Knabbereien präsentiert...

... ganz nett...

... sieht es dann aus:

Und einige Fragen werden dann auch immer noch geklärt... bei einem leckeren Glas Wein :-)

Na denn man "Prost"!

Kurt ist natürlich Fahrer - dementsprechend bleibt er bei den nicht-alkoholischen Getränken, im Gegensatz zu Brian :-)

Abendstimmung...

Nach unserer Rückkehr gab es dann kurz nach 19 Uhr Dinner - Ihr wißt: "Ladies first"! :-)

Heute gab es Gebackene Kartoffeln mit Sour Creme (ganz links), Rinderfilet (zweiter Topf), dazu grünen Bohnen und Karotten. Und hinterher ein Obst-Dessert! Ihr seht, die meinen es SEHR gut mit uns!!! :-)

Anschließend wurde noch ein wenig geklönt, Wein getrunken und am Feuer gesessen. Da Kurt uns das morglichen Wecken dann für 5.30 Uhr prophezeit hat, gingen wir so kurz nach 22.30 Uhr ins Bett -

und freuen uns auf morgen! Bis dann -

Eure Bush-Camper Gundel & Brian :-)

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