1
Visual 1

1

1


Tag 6 – Ab nach Botswana

So, heute war - wie bereits angekündigt - frühes Aufstehen angesagt. Sehr frühes Aufstehen. Genauergesagt um 3.00 Uhr klingelte der Wecker! Genauuuuuu, wir sind im Urlaub :-)
Aber es half alles nix, der Flieger ging nun mal um 6.00 Uhr morgens und wir mußten noch zum Flughafen, Auto abgeben, einchecken etc.

Also verabschiedeten wir uns im Dunkeln von unserem Guesthouse und fuhren um 3.30 Uhr Richtung Flughafen. Dort angekommen, gaben wir den Leihwagen ab (d.h. wir warfen den Schlüssel in die dafür vorgesehene Rückgabe-Box).

Für morgens um 4.15 Uhr kann Brian schon recht gut lächeln :-)

Am Abflug-Terminal des Flughafens von Kapstadt waren noch die Stühle hochgeklappt...

Aber ich finde, ich sehe schon sehr Daktari-like aus mit meinen Boots(!) und den Tennis Socken... :-)

... und die Eincheck-Schalter waren auch um 4.45 Uhr schon mal gar nicht besetzt! Afrikaner haben so ihre Ruhe weg, ist ja vielleicht auch nicht verkehrt. Irgendwann machten sie dann aber doch zwei Schalter auf und so checkten wir für unsere Weiterreise nach Maun, Botswana ein.

Menschenleere Gänge...

... und die Sicherheitskontrollen waren auch putzig. Gut, wir flogen erstmal nur nach Johannesburg (unser Gepäck wurde aber gleich bis Maun durchgecheckt) - dennoch interessierten unsere Getränke im Handgepäck keinen Menschen! :-)

Das ist übrigens der derzeit-provisorische Abflug-Terminal für Inlandsflüge in Kapstadt... ein halbwegs dekoriertes Zelt :-) Naja, unserer Reise tat das keinen Abbruch und wir flogen sicher und pünktlich um 6.00 Uhr los, um um 8.00 Uhr in Johannesburg zu landen.

In Südafrika wird ja gerade für die WM 2010 gebaut und davon ist auch der Flughafen betroffen - es wird ein riesiger neuer Terminal gebaut, aber das dauert wohl noch ein bißchen.

Dort wurde der eineinhalbstündige Aufenthalt erst einmal für ein bißchen Laptop und Internet genutzt...

Und dann ging es zum Gate für den Anschlußflug nach Maun:

Hier könnt Ihr mal Wissen testen - welche Stadt gehört zu welchem Land?? :-)

Ein Bus brachte uns zum Flieger, der irgendwo am Ende der Landebahn stand.

Und dieses Geschoss namens "Jessica" brachte uns nun nach Maun, Botswana - aber wenigstens waren Turbinen dran. Trotzdem können wir uns gar nicht dran erinnern, wann wir das letzte Mal mit einer Maschine mit eigener Treppe geflogen sind.

Ich glaube aber, der Pilot ist die ganze Zeit so geflogen, Fenster auf und Arm raus ;-)

Freie Sitzplatzwahl gabs hier...

... und nen kleinen Snack... hhmm, ich würde sagen, ähnlich überschaubar wie das Flugzeug selbst :-)
Ich wollte kurz fragen, wofür Messer und Gabel (im Plastiktütchen) denn wären...?

Und so steuerten wir nach 1:40 Stunden den Flughafen von Maun an und erhaschten schon mal einen ersten Blick auf Botswana aus der Luft:

Was uns hier wohl erwartet??!

Erstmal auf jeden Fall der "Maun Airport", der Flughafen der Region...

... mit einem Flughafen-Gebäude, dass auch gut und schnell zu erkunden ist :-) Nix da mit Transfer - raus aus dem Flieger, 12 Schritte übers Rollfeld rein in die gute Stube!

Von der freundlichen Dame gab es die Einreise-Dokumente am "International Arrival" oder eben "Ba Ba Tswang Go Sele"....

... die wir dann in der vielleicht 50 Quadratmeter-großen Halle irgendwie und wo ausfüllen mußten - geht alles! :-)

O.k., so viele eingehende und ausgehende Flüge gibt es hier heute nicht mehr :-))

Der Flughafen ist wirklich ein kleines Erlebnis für sich, wir hatten viel Spaß! So gibt es genau jeweils eine Herren- und eine Damentoilette, kurz und schmerzlos :-)

Und dann kam das Gepäck-"Laufband"... also gut, laufen tut hier nichts ... jedenfalls nicht maschinell :-) ... man beachte aber auch bitte den Kleintransporter, der leider nicht ganz in die Tür passt :-)
(Das erinnerte mich an nen alten Postschalter, an dem man seine Pakete abholte!) Herrlich!

Vom Flughafen fuhr uns ein kleiner Transfer-Shuttle zu unserem Übernachtungsdomizil: in die Maun Lodge. Die Fahrt dauerte ca. 7 Minuten und führte über die fast drei einzigen Straßen, die Maun so zu bieten hat.

Das Wetter war bewölkt, ca. 34° Grad, aber auszuhalten.

Das Ganze ist hier die "Maun Lodge", ein 3-Sterne Hotel, Visitor- und Konferenz-Centre, was sich über einen winzig-kleinen Kompex erstreckt. Eigentlich ganz nett - wir haben für die Nacht so ein kleines Chalet (nennt sich das) bezogen - wir sind das zweite von hinten links! Erinnert ein bißchen an Center Parks... ;-)

Man hat hier direkt einen Blick auf den Thamalakne River.

Und das ist unsere Übernachtungsstätte von heute:

So, nun war es 13.30 Uhr und der Tag noch vor uns. Da wir aber doch ja bereits um 3.00 Uhr aufgestanden waren, holte uns die Müdigkeit ein und wir machten erst einmal einen wohlverdienten Mittagsschlaf.

Anschließend (Gundel-Hummeln-im-Hintern :-)!) beschlossen wir, das "Zentrum" von Maun zu erkunden. Die Damen an der Rezeption meinten, das sei nicht gefährlich (wir waren ja leider ein bißchen "Parkhaus-des-Grauens"-Geimpft) und wir müßten nur zweimal abbiegen - allerdings hätten aufgrund des Sonntags heute alle Shops zu. Egal, wir wollten ja nur mal nen Eindruck bekommen und stapften los.

Fußwege gibt es hier schon mal keine, sondern nur nen Sandpfad rechts und links der Straße... das war schon alles sehr ungewöhnlich, aber interessant!

Dies ist hier so ein geschlossenes Geschäft, naja, immerhin der Esel findet was... die laufen im übrigens auch so einfach da lang, mal vor und mal hinter uns. Alles in allem aufregend, schon für unsere Verhältnisse ENORM arm - aber die Leute waren freundlich. Trotzdem ist es ein komisches Gefühl gewesen, eine Stunde da als einzige Weiße da lang zu traben... und da es nun auch nicht wirklich was zu sehen gab, machten wir nach ca. 35 min kehrt und wanderten wieder zurück...

... um uns erst einmal mit ein wenig Flüssignahrung zu stärken ... genau, erstmal ein schönes Alster mixen!

Widererwartend gab es dann doch Internet, zwar nicht wireless, aber wozu hat man nen Computerfachmann dabei (genau, lass Vatti mal ran)?! :-) Kabel umstöpseln und nach Hause skypen :-)

Ein kleiner Smalltalk mit der Insel - und alles ist gut :-)

Anschließend betrieb Brian mal wieder "Augenpflege" und Gundel wandte sich ihrem Buch zu... das inzwischen schon durchgelesen ist :-)

Aber hungrig wollten wir den Tag nicht beenden und begaben uns um 19 Uhr ins open-air-restaurant "Boma" - als fast einzige Gäste. Ein netter Platz, hübsch angelegt...

... da konnte man es aushalten!

Die tägliche Malaria-Ration gehört nun seit gestern zu unserem Ernähungsplan :-)

Und für Brian gab es afrikanisches Lamm... (ja, ich glaube, dass ist Deko auf dem Tellerrand ... also ich hoffe...)

... und für Gundel einen Rindstopf mit Maisbrei (Beim nächsten mal nehme ich auch Reis! :-)

So, nun sitzen wir hier und warten auf morgen und sind gespannt, was uns erwartet! Einerseits war es gut, heute mal einen ruhigeren Tag zu haben... andererseits ist das für uns auch komisch... weil wir nicht genau einschätzen können, was so auf uns zu kommt! Das kennen wir ja gar nicht :-) Ein ganz anderer Urlaub als sonst, wir sind tatsächlich einfach etwas unsicher, aber bald wissen wir mehr!

Insofern kuscheln wir uns jetzt in unserer Hütte ein und freuen uns auf den morgigen Safari-Start und die uns noch unbekannte Gruppe - wir werden berichten!

Bis zum nächsten Bericht müßt Ihr nun leider ein wenig warten... denn im tiefsten Botswana- und Okavango-Delta ist wohl nix mit Internet :-( Aber wir werden unsere Berichte weiter schreiben, allein auch schon für uns - und sie bei der nächstmöglichen Gelegenheit (voraussichtlich am Mittwoch, 19.11.2008) dann sofort einstellen - dann hört Ihr wieder von uns!

Wir freuen uns drauf und grüßen Euch bis dahin sehr!

Eure Gundel & Brian :-)

voriger Tag voriger Tag voriger Tag vorzurueckhome
1