1
Visual 1

1

1


Tag 4 – Eine Freundin in Kapstadt – und Krokodilfleisch!

Heute hiess es, Abschied von dem schönen Hermanus mit seinen Walen zu nehmen und in Richtung Kapstadt aufzubrechen.

Damit Ihr Euch nochmal richtig vorstellen könnt, wie unser Guesthouse und die Umgebung ausgesehen haben, hier ein 360°-Panorama von unserer Terrasse aufgenommen:

Das "Innenleben" des "On The Cliff Guesthouse" sind wir Euch ja auch noch schuldig, deswegen dann hier mal eine Aufnahme vom Poolbereich mit schönem Kamin links. Aber der Pool hat mehr die Größe eines Fußbades, aber alles ist trotzdem wirklich sehr nett, liebevoll und schön angelegt - und wenn ich einen olympischen Pool haben möchte, dann muss ich eben in einen Touri-Bunker gehen.

Nachdem wir dann ausgecheckt haben und uns von Charmaine und ihrem Mann verabschiedet haben, sind wir ins Auto und haben uns auf den Weg nach Kapstadt gemacht. Das bedeutet ca. 140km-Fahrt. Anders als angekündigt war das Wetter doch sehr gut, aber mit ca. 22° Grad nicht so warm und gerade bei Wind im Schatten doch ganz schön frisch.

Wir sind als erstes zur Kapsadt Waterfront gefahren, einem Touristen-Ziel in Kapstadts Hafen. Im Hintergrund kann man schon schön den Tafelberg sehen.

Noch ein Erinnerungsfoto von uns beiden, mit dem Tafelberg im Rücken:

Und wir waren ja noch verabredet! Unsere Freundin und ehemalige Arbeitskollegin Tini ist seit mehreren Jahren hier unten in Kapstadt im Missionarischen Dienst. Sie arbeitet für eine christliche Organisation, die "Jugend mit einer Mission" heißt und im Rahmen dessen kümmert sie sich mit vielen anderen jungen Menschen um Hilfsbedürftige Menschen in Afrika - ganz grob beschrieben. Sie ist bereits seit zweieinhalb Jahren hier unten - und so hatten wir uns natürlich verabredet und trafen nun Tini und ihren Freund Timmi!

Mit den beiden sind wir dann durch den "Wharf" (Hafenkai) gewandert und haben uns in ein Café gesetzt.

Ein aufgearbeiteter alter "Clock-Tower":

Und natürlich gibt es auch hier den obligatorischen Touri-wie-weit-ist-es-wohin-Wegweiser:

Der Tafelberg:

Hier der "Nobel Square" mit den vier Frieden-Nobelpreisträger von Südafrika: (v.l.n.r.) Albert John Mvumbi Luthuli, Erzbischof Desmond Tutu, Frederik de Klerk und Nelson Mandela

Jetzt dann aber nochmal ein Erinnerungsfoto mit Timmi, Tini, Gundel und Brian

Nachdem wir uns dann von Tini und Timmi verabschiedet und uns für ein nächstes Treffen in Deutschland verabredet hatten, wollte wir noch eine Sightseeing-Tour machen.

Aber auch da tat sich ein kleines Problem auf... Der Sightseeing-Bus sollte um 16:25 Uhr starten und ca. 2.15 Std. benötigen. ich (Brian) erinnerte mich aber schemenhaft daran, dass an unserem Parkhaus irgendwas von 7-19 Uhr dran stand. Wenn wir also um 16:25 starten, wären wir um 18.40 Uhr wieder am Ausgangspunkt gewesen... weeeenn der Bus pünktlich gewesen wäre... was er natürlich nicht war :-(

Wir stiegen also so um ca. 16:45 Uhr in den Bus... wer nun nachrechnet, wird merken, dass dies nicht mehr zu schaffen gewesen ist. Aber der nette Sightseeing-Guide erklärte uns, dass das mit den 2:15 Std. nicht stimmen würde, wir wären sehr sicher um 18.15 Uhr wieder da - ok, das hört sich doch schon besser an.

Aber jetzt kommt es mal wieder :-) Er fragte dann noch, warum wir uns Gedanken machen und wir erzählten ihm die Geschichte mit dem Parkhaus und das wir nicht vor verschlossenen Parkhaustüren stehen wollten. Daraufhin fragte er uns in welchen Parkhaus wir denn stehen würden und als wir ihm das Parkhaus auf der Karte gezeigt haben, fragte er uns nur, ob wir sicher sind, dass wir dort nachher alleine hinwollen...??????!!!

Hmmm, als wir vorher einen Parkplatz gesucht haben, war ich schon etwas unsicher, ob wir ein Parkhaus direkt am Hauptbahnhof von Kapstadt nehmen sollten... ich weiss ja, was für Typen am Hamburger Hauptbahnhof rumhängen... und als wir dann aus dem Parkhaus kamen und im Umkreis von ca. 4 km die einzigen Weissen waren... naja, da wurde mir nicht wohler... aber alles gut, keiner hatte uns angemacht und nach 10 Minuten waren wir dann auch an der Touristeninformation.

Da nun aber selbst unser (schwarzer) Sightseeing-Guide um ca. 18.04 Uhr meinte, man solle die Gegend nach 17 Uhr(!!) als Weisser lieber meiden, da war ich ja schon wieder völlig fertig :-)

Der Busfahrer (ebenfalls farbig) meinte dann aber, warum wir uns Sorgen machen würde, die Gegend wäre eigentlich doch überhaupt nicht gefährlich. JA WAS DENN NUN IHR BEIDEN SPEZIALISTEN???

Wir waren dann aber von allem so genervt, dass wir uns gesagt haben "Egal" und jetzt machen wir erstmal diese blöde Tour mit - und wenn das Parkhaus nachher zu hat, dann nehmen wir uns heute eben ein Taxi.

Gleich noch mehr dazu - aber zur Beruhigung - es war alles halb so schlimm!

Dann nochmal das Foto an der Sightseeing-Busstation vor der deutschen Bücherei von Ulrich Hermann ;-)

Die Tour war eigentlich ganz schön und informativ - aber leider waren wir nur dünn bekleidet und oben war es so kalt ud windig, dass wir uns nach kurzer Zeit unten in den Bus gesetzt haben.

Wir kamen dann sogar in "unserem" Viertel, Camps Bay (dort wo unser Guesthouse ist) an den wirklich sehr sehr schönen Stränden vorbei.

Mit etwas Verspätung kamen wir dann am Ende der Tour an, von der es wirklich nur 10 Minuten zu Fuss zu unserem Parkhaus waren. Mit einem guten Tipp des Busfahrers "geht doch durch die Shopping-Zentren bis zum Parkhaus", bei dem ich jetzt aber nicht wirklich wusste, ob ich dadurch eher beruhigt oder beunruhigt sein sollte, machten wir uns auf den Weg.

Alles ging auch gut und niemand machte uns an. Nur einmal rutschte mir das Herz nochmal in die Hose, als Gundel-unbekümmert in der letzten(!) Unterführung vor dem Parkhaus einen, geschätz 2,40 großen Schwarzen anrempelte und einfach weiter ging... ich bin dann kurz auf die Knie gefallen und habe mit ihm ein Remis ausgehandelt und dann ging es schon weiter :-))

Um 18:55 Uhr kamen wir dann im Parkhaus an... kennt Ihr den Film "Parkhaus des Grauens"...?

Ausser unserem Auto stand noch ein weiteres Auso im ganzen Parkhaus!!!
Ihr könnt Euch ja vorstellen, dass ich vor jeder versteckten Säule oder vor jeder Ecke in Kickbox-Erwartungshaltung gegangen bin!!! :-)

Aber auch das haben wir geschafft und meine liebe Gundel konnte sich ihr unbeschwertes "Siehste, ist doch alles gut gegangen" nicht vernkeifen...." :-)))

Dann hiess es aber erstmal etwas Essen. Dazu hatte ich uns vor der Reise schon das "Mama Africa" rausgesucht - ein Restaurant mit Live-Musik und einheimischen Gerichten ... und einer Menge Touri-Charme.

Das "Mama Africa" liegt in der Long Street, so ein bißchen die Künstler-, Szene-Straße Kapstadts.

In der Long Street gibt es viele "Backpacker-Hostels", also günstige Unterkünfte für Rucksacktouristen.

Der Tafelberg im Hintergrund

Fast ein wenig Binzer-Bäderarchitktur.. :-)

Und da ist nun das Mama Africa:

Trotz des Touri-Magnetens, ein wirklich netter und schön hergerichteter Laden:

Die Band des Abends ist gut drauf:

Und wir, da wir das Parkhaus überlebt haben, auch ;-)

Als Vorspeise gab es "Mozambique peri-peri Chicken Liver" also wirklich Hühnchen-Leber auf Mozambiquanisch (schreibt man nicht so, weiss ich auch :-)

Gundula hatte als Hauptspeise den "Hunters Games Poijts", eine Art "Stew" mit Kudu und Springbokfleisch - aber sehr lecker!

Und Chefe hatte natürlich die Spezialität des Hauses: "Hunters Game Spezial Mixed Platter" mit -und jetzt passt auf(!):

Von rechts nach links:
Krokodilspieß, Oystrich-Filet (Strauss), Springbockspiess, Kudu-Filet und einer Wurst aus alles vier Fleischsorten, dazu Maisbrei(!)

Alles wirklich wirklich sehr lecker und gar nicht so unähnlich zu unseren Fleischsorten - das Straussenfilet war am besten.

Und was man bei Reisen so alles mitbekommt - eine leckere Entdeckung des Tages für Gundel: da gibt es hier doch tatsächlich "Traubensaft-Schorle"... nennt sich hier "Grapetizer". Kannte ich (Gundel) nicht und mußte ich natürlich ausprobieren - super lecker! Gab es in beiden Varianten: weiß und rot.



Und so saßen wir dann noch gemütlich ein Weilchen im "Mama Africa" bei unseren Grapetizers und lauschten den Klängen der afrikanischen Band. Ein netter Abend!

Beim Ausparken direkt vorm Restaurant flitzte da schon wieder so ein Männchen mit einer Warnweste rum, von denen wir bis jetzt noch nicht wissen, ob sie Offizielle oder nicht sind (wahrscheinlich eher nicht). Er bemerkte, dass wir ausparken wollten und rannte um unseren Wagen, so dass Brian ihn fragte "Do we have to pay?". Worauf er ganz offen antwortete "No, but I am looking for a tip!" Auch ne Masche - dreimal ein- und auswinken und sich dann über 20 Rand freuen! :-)

Gegen 22.00 Uhr haben wir usn dann auf den Rückweg nach Camps Bay gemacht, wo wir nach einem ereignisreichen und schönen Tag uns auf unser Bett gefreut haben! Noch ein Telefonat in die Heimat - und dann ließ es sich gut schlafen :-)

Bis morgen, liebe Grüße!!

voriger Tag voriger Tag voriger Tag vorzurueckhome
1