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Tag 2 – Anschlussflug adé?

Es wurde so langsam hell und wir näherten uns unserem Zwischenstopp. Johannesburg.

Afrika aus der Luft könnte dann auch die Eifel sein...

Aber jetzt geht es erst richtig los!! Und das schon am 1 1/2 Tag!!

Wir sind in Frankfurt schon mit etwas Verspätung gestartet... und in Johannesburg hatten wir auch nur 2 Stunden Aufenthalt, um dann unseren Anschlussflug zu bekommen - eigentlich aber machbar...

Nur, wenn ich schon "eigentlich" schreibe, könnt Ihr Euch denken, was jetzt kommt...

Nach dem verspäteten Abflug und dem nicht gleich anwesenden Bodenpersonal in Johannesburg (also auch keine Treppe zum Aussteigen), wurde unser Anschlussflug-Zeitfenster immer kleiner... als ich dann auch noch mitbekommen habe, dass wir unser Gepäck komplett entgegen nehmen und dann wieder aufgeben müssen (mittlerweile war es 9:12 Uhr und um 10:00 sollte unser Anschlussflug starten) wurde mir schon übel und warm. Dann stiegen wir endlich aus der Maschine und eilten in den Terminal um dort von einer enormen Schlange bei der Passport-Abfertigung empfangen zu werden :-(

In der Passportschlange standen wir dann 15-20 Minuten, die 9:30 Uhr kamen sehr nahe... und ein Psychologe hätte seine Freude an unserer Persoenanalyse gehabt :-) Brian, der immer panischer wurde (und sich damit selber nur fertig macht) und Gundel, die die Ruhe weg hatte (wir hätten doch eh nix dran ändern können und ein Weg hätte sich schon gefunden!)

Nachdem wir dann endlich unser Gepäck vom Band bekommen haben, sind wir im Laufschritt in Richtung Anschlussflug, wo uns auf dem Weg ein Jimmy entgegen kam und uns irgendwas erzählen wollte (das fehlte mir in dem Moment ja noch, aber gut, dass ich den nicht gleich eingeatmet habt..). Der Kollege war nämlich so eine Art Kofferträger und kannte sich natürlich super in den Terminals aus und nahm uns dann gleich samt Kofferwagen und 46,5kg Gepäck mit auf die Rolltreppe (in Deutschland übrigens ein absolutes NO-GO, mit dem Kofferwagen auf die Rolltreppe... :-)

Der Checkin für unsere Maschine (mittlerweile 9.45 Uhr) hatte gerade geschlossen, aber wir waren ja mit Obama unterwegs, der dann -wie auch immer- die Dame dazu bewegt hat, uns noch einzubuchen... puh, Gepäck aufgegeben und jetzt aber schnell zum Gate!!! Im Laufschritt und Jimbo immer nebenher, klar, der wollte ja noch TIP!

Dann fragte er uns wo wir denn herkämen: "Germany" sagte ich, worauf er wie aus der Pistole geschossen sagte: "Oh good, Euros!" - dann fragte ich ihn, ob er denn nicht Südafrikanische Rand nehmen wollen würde, er ganz cool: "Rand is nothing" - na gut, für den guten Dienst gab es dann, wie der Großkapitalist dann so ist, 5,- EUR :-)

Danach entstand dann dieses Foto, denn sie haben extra unseretwegen noch einen einzelnen Kofferwagen an die Maschine geschickt - das war doch 5 EUR wert :-))

... und ich sag noch "Gundel, ich seh da Deine Tasche"(!)

Aber damit noch nicht vorbei, es kommt NOCH besser... Am Gate, klar, wir waren die Letzten (Scherers kennen das ja, für mich ist das Neuland :-), fand die Dame vom Checkin dann unsere Buchung nicht für die Maschine, die war nicht mehr im Rechner, da sie uns aufgrund des zu späten Erscheines in der Zwischenzeit aus dem System rausgeschmissen hatten - da standen wir dann direkt vorm Flugzeug und durften nicht rein... lange hin und her und dann hörte ich nur "Upgrade"... und tatsächlich, weil wir nicht mehr im System waren, hat sie uns einfach mal in die Business-Class gesetzt - muss nicht immer "Honeymooner" sein :-)

Dort gab es dann auch ein leckeres frisches Clubsandwich und Diet Coke mit Glas(!) :-) Ach ja, die Nüsse nicht zu vergessen...

Dann sind wir tatsächlich gut in Kapstadt angekommen, die Freude war groß - denn sowas ist alles nichts für mich... :-)

... aber, zu früh gefreut... nicht, das der ganze Anschlussflugstreß schon gereicht hätte....

WELCHE TASCHE KOMMT NICHT MIT DER MASCHINE MIT??????!!!!!! :-)

Nach dem wir dann an dem Schalter für vermisstes Gepäck erfahren haben, das meine (Brians) Tasche mit dem nächsten Flug (1 Stunde später) nachkommt, haben wir uns entschieden, uns die Tasche nicht schicken zu lassen, sondern erst den Mietwagen abzuholen und die verbleibende Zeit zu warten.

Nein, ich guck nicht genervt, ist nur ungünstig getroffen... :-)

Mit unserem Mietwagen, einem weissen Toyota Yaris - RECHTSLENKER - ging es dann endlich in den Linksverkehr auf nach Hermanus. Aber das Linksfahren hat man schnell drauf - einziges Problem war der Blinkerhebel, der auch auf der anderen Seite ist... so habe ich beim Abbiegen halt immer die Scheibenwischer angemacht... sieht ja bei 27° und blauem Himmel nur etwas bekloppt aus... :-))

Auf dem Weg fiel uns dann dieser Kleinlaster mit offener Tür auf, in dem ein Kerl hinten drin sitzt und in Seelenruhe bei 120km/h und offener Tür die Zeitungen sortiert (man kann bei genauem Hingucken seinen Arm erkennen)

ENDLICH DA! Das "On the Cliff Guesthouse" in Hermanus direkt an den Klippen:

Und hier das erste Panorama, auf den Klippen, vor unserem Guesthouse:

Ein schöner Blick und ein größerer Garten als zuhause :-)

Hermanus ist für seine schönen Buchten bekannt...

... und vor allem für die Wale, die direkt von den Klippen aus zu beobachten sind und die ihren Jungen in diesen Buchten das Tauchen usw. beibringen und sie auf die große Reise vorbereiten - also Whale-Watchig direkt von der Terrasse, super!!

Und schaut mal bitte, welchen Artikel wir gerade eben bei spiegel.de gefunden haben: "Walschreier am Kap"

Jetzt ein schöner Spaziergang auf dem "Cliff Path"

Und eine Wal-Kuh mit Ihrem Jungen...

... die direkt vor den Klippen schwimmen:

Anschließend sind wir ein klein wenig durch das kleine Zentrum von Hermanus gebummelt... alles sehr beschaulich.

Shark-Watching wird hier ganz groß geschrieben.

Und das zum Thema Sicherheit... über diesen Zaun sollte man nicht betrunken klettern ;-)

Es tat gut, bei diesem Spaziergang an den Klippen ein wenig runterzukommen und so langsam zu begreifen, dass jetzt wirklich Urlaub ist. Nach unseren aufregenden, traurigen und anstrengende Zeiten der letzten Wochen und Monate brauchen wir da wohl noch ein wenig, um richtig "anzukommen"...

Aber lustige Eindrücke helfen uns dabei... was auch immer dieses Schild bedeuten mag... :-)
(Genau, Geschlechtsteilwitze gehen immer! :-)

Irgendwie kommt mir diese Pose sehr sehr bekannt vor - guckst Du hier :-)
Und ja Ulf, ist halt meine Lieblingshose!!! :-)

Gundel konnte es natürlich nicht lassen, auch unser Zimmer im Bild festzuhalten - hier ein Blick aus dem Fenster auf die Terrasse und das Meer:

Ein großes, gemütliches Bett...

... und überhaupt ein großes, ganz ganz nett eingerichtetes Zimmer, ein wenig englisch angehaucht! (Was Gundel ja mag :-)!) Dieses Guesthouse können wir wirklich empfehlen: gute Lage, schöne Zimmer und sehr persönlich-liebevoll geführt.

Und abends gab es dann unseren ersten süafrikanischen Restaurantbesuch. Dank Internet und entsprechender Recherchen hatte Brian dieses Laden aufgetan und über Charmaine vom Guesthouse bereits im August dort einen Tisch reservieren lassen. Ein total uriger Schuppen, absolut authentisch und schön - das Quayside Cabin:

Und naürlich gab es südafrikanischen Wein - prost! :-)

Der Platz direkt mit Blick auf die Bucht....

... und die dort umher schwimmenden Wale - selbst beim Dinner zu beobachten:

Und in zwei Wochen ist in dem Gesicht auch schon mehr Erholung zu erkennen...

Natürlich gab es frischen, leckeren Fisch...

...beide haben wir uns "Kingklip" servieren lassen - Brian mit Pommes und natürlich Scampis (ist ja Urlaub :-), Gundel mit Reis.

Und für Gundel gab es dann noch einen Cheescake hinterher (Genauuu, den Fisch nicht schaffen, aber was Süßes muß sein :-)!)

Um 21.30 Uhr haben wir uns dann von unserem Guesthouse-Vater wieder abholen lassen, weil uns von dem 1km-Fußweg im Dunkeln absolut abgeraten wurde! Auf unsere Frage "Could we phone you later for a lift" sagte uns der Guesthouse-Vater "You must!!" O.k., also holte er uns wieder ab und so waren wir kurz danach satt und zufrieden und dann doch kaputt in unserem Zimmer...

...und freuten uns auf den wohlverdienten Schlaf im richtigen Bett! Bis morgen!

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