1
Visual 1

1

1


Tag 17 – Abschied von der Safari-Crew :-(

Unser letzter Safari-Morgen... da ist ganz schön viel Wehmut mit dabei...

Wir wurden heute um 5.00 Uhr noch einmal von Moses Knock-knock-mäßig geweckt - was werden wir das vermissen! - schnell fertigmachen und noch einmal ds neue Versorgungsfahrzeug im Regen fotografieren:

Anschließend gab es noch einmal ein anständiges cooked-breakfast von Edward zum Abschied... eigentlich mit Eiern natürlich, aber die waren nicht mehr gut... o.k., dann eben die volle Fleischration, die Männer-Herzen schlugen höher :-)

Um kurz nach 6.00 Uhr hieß es noch einmal "Aufsteigen bitte" und dann verabschiedete sich unsere fleißige Crew mit Edward, Ipe und Moses (von links) fröhlich-winkend von uns - bye, bye!

Wir hingegen machten uns noch einmal auf Game Drive. Die Tiere verhielten sich mehr als ruhig, so viel war von denen nicht zu sehen (weil wir uns ja schließlich als erfahrene Safari-Camper auch nicht mehr von ein "nur" Impalas, Affen und Kudus hinterm Ofen hervorlocken lassen :-)! Die Vogelfreunde wären zumindestens heute morgen auf ihre Kosten gekommen, die waren unsere ständigen Begleiter.

Gegen 08.30 Uhr hieß es ein letztes Mal "Teatime" mit Aussicht:

Und der überliche Morgenplausch gehört natürlich auch dazu!

... der letzte Blick in den National Park...

Das letzte Gate - da wird nochmal gewunken und wehmütig zurückgeblickt...

... und dann hatte die Straße und die Zivilisation uns wieder!

Was für ein Gefühl - die erste richtige Straße nach 10 Tagen!! Ehrlich, wir waren alle anfangs ein wenig irritiert über das schnelle Fahrgefühl und vor allem die unglaubliche Geräuschkulisse der entgegenkommenden Autos - das war zuviel für uns Buschleute :-)

An unserem "Drop-Off"-Punkt, der Chobe Safari-Lodge angekommen, hiess es dann Abschied nehmen :-(

Der Kultur-Schock, als man dort dann auf Toilette gegangen ist, war perfekt... 10 Tage lange Loch im Boden und jetzt das durch- designte Luxusbad... "wie, Klospühlung??" :-)

Sabine und Hauke als auch die beiden Mädels sind in Livingstone in der Stanleys Safari Loge untergebracht und wurden vor uns abgeholt...

... tschüüüüüsss...

Wir sollten um 10 Uhr auch abgeholt werden, aber hier in Afrika heisst es ja "Now means everything between 5 minutes and 5 hours" ("gleich bedeutet alles zwischen 5 Minuten und 5 Stunden) ... und so warteten und warteten und warteten wir auf unseren Transfer...

Dabei lief eine Familie Warzenschweine direkt über das Lodge-Gelände und wir fragten uns, warum wir dafür in den Busch gefahren sind ;-))

Nach 3 Telefonaten, von denen uns drei verschiedene Leute zurückrufen wollten und keiner es getan hat(!!) kam dann mit 2-stündiger Verspätung endlich unser Transfer-Fahrzeug, dass uns zur Grenze nach Zambia bringen sollte...

Auf dem Weg zur Grenze erzählte uns der Fahrer dann, dass es nur eine Fährverbindung gibt und immer nur ein LKW zur Zeit auf die Fähre passt, deshalb kann es sein, dass man hier als LKW-Fahrer auch gern mal eine Woche(!!) anstehen muss...

Die Zollabfertigung auf Botswanischer-Seite - Touris haben hier natürlich einen Extra-Schalter... :-)

Und dann kam das Bild des Tages ... umso näher wir an die Grenze und an die Fähre gekommen sind und wir dann den "Terminal" sahen (das, was Ihr hier seht, ist sozusagen der Terminal!), umso mulmiger wurde uns...

... "wat, da sollen wir mit rauf??"

... boah, vertrauenserweckend sieht das Ding nun wirklich nicht gerade aus...

... aber das Gute ist, dass Touris hier auch eine Extra-Wurscht bekommen und mit dem Wassertaxi fahren dürfen.

Etwas entspannter ging es dann an Bord... immer mit unserem Guide Vincent, der für uns seitens des Reiseveranstalters zur Verfügung gestellt wurde...

... 2 Minuten (anstelle 2 Wochen im LKW warten) Überfahrt, da hat man gut Lachen...

Dort drüben das ist schon Zambia...

... hier hiess es dann nochmal Taschen in die Hand nehmen und zu Fuss zur Zollabfertigung... schön durch den Matsch... :-) (Das ist der Terminal auf zambischer Seite, auch nicht besser)...

Unser Fahrer (der nette Kerl mit dem bescheuerten Hut) hat alles für uns gemacht, aber als wir ihm dann unsere 50$ pro Person für die Visagebühren in die Hand gedrückt haben, war mir das auch ein bißchen unheimlich...

Aber natürlich ging alles gut. Vincent übergab uns nach der Zollabfertigung an einen weiteren Kollegen, der uns dann in mehr-oder-weniger rasanter Fahrt nach Livingstone brachte. Nach einer weiteren Stunde Fahrt sind wir dann endlich in unserem Zambezi-Sun Hotel angekommen und wurden -tourimäßig- mit einem Begrüßungscocktail empfangen... :-)

Was für ein Gegensatz... raus aus dem Busch und rein in das 4-Sterne Hotel...

Als die Damen eincheckten....

... habe ich erstmal ein Foto von unserem Empfangskomitee gemacht... ach, wie schrecklich ;-))

Die Jungs hüpfen, pfeifen und machen irgendwelche Verrenkungen wenn neue Gäste ankommen oder abfahren... ;-) Das soll den Touris wohl ein richtiges "Afrikanisches Gefühl" vermitteln, so traditionell und so ... ich glaube ja, da ist gar nichts Traditionelles dran, sondern irgendein Marketing-Kopf hat sich überlegt, was der "gemeine Westeuropäer" wohl als afrikanisch empfinden könnte... :-)

Naja, jedenfalls haben sie gute Laune vermittelt...

Ich musste lange überlegen und mir ist nicht eingefallen, wann ich das letzte Mal in so einer Hotelanlage abgestiegen bin...?!

Toll gemacht und wirklich TOP-Service, aber irgendwie unwirklich in der Gegend! Drumherum ist die totale Armut und man fährt dann in das Ressort, was aus mehreren Hotels besteht und ist in einer anderen Welt...

... und wieder einmal fragten wir uns, warum wir in den Busch gefahren sind um Tiere zu sehen... hier ein Vervet Monkey...

... und hier ein Zebra, direkt vor unserem Fenster.

Das ganze Resort befindet sich innerhalb eines Naturschutzgebietes, in dem natürlich auch ne Menge Tiere leben... und da die überall frei herumwandern können, sieht man die als Hotelbesucher natürlich auch hin und wieder. Überall steht geschrieben, dass man unbedingt von den Tieren fern bleiben soll, da es eben Wildtiere sind, die gefährlich werden können. Aber schön anzusehen ist es....

Na, das wird wohl irgendwann eine Hängetitte werden... ;-)))

Aaah! Gundel auf den Spuren der Geschichte und damit in ihrem Element :-) Hier beliest sie sich über Herrn Livingstone, der ja die Victoria-Fälle im Jahr 1855 offiziell entdeckt hat - und Brian hält das im Bild fest:

Von unserem Hotel aus gibt es einen kleinen Wanderweg an die Victoria-Fälle, da haben wir natürlich gleich mal nen Marsch hingemacht:

Die Fälle erstrecken sich ja über eine Länge von 1,7km... hier befinden wir uns am ganz äußeren Ende der Fälle. Da die Regenzeit ja gerade erst begonnen hat, ist natürlich noch nicht so viel Wasser wie in den späteren Monaten, aber in jedem Fall ist das schon mal toll anzusehen... wir wissen ja noch nicht, was uns noch erwartet...!

So, aber für heute haben wir genug erlebt und erfahren. Der Abschied der Safari, die Fahrt hierher, der "Kulturschock"... das muß bei einem gemütlichen Abendessen in einem der drei Restaurants des Hotels erst einmal verdaut werden... und so lassen wir es uns schmecken!

Und fallen gegen 22.00 Uhr erst einmal totmüde in unser Bett! Wobei wir zugeben müssen, dass es schon ein tolles Gefühl ist, wieder in einem "richtigen", frisch-bezogenen, gut-riechendem schönen Bett zu liegen! :-)

Na dann, guten Schlaf und bis morgen!

 

voriger Tag voriger Tag voriger Tag vorzurueckhome
1