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Tag 16 – Mit dem Boot den Chobe River entlang

Mittwoch - und unser letzter "richtiger" Safari-Tag :-(

Aber egal, daran wird erstmal nicht gedacht, sondern sich stattdessen nach dem morgendlichen 5.30 Uhr-Knock-knock-Wecken erstmal auf den Tag gefreut! Das taten wir, nahmen unser Frühstück ein und starteten dann um 6.30 Uhr mit dem Drive.

Wir sind ja jetzt wieder in einer - vor allem landschaftflich betrachtet - ganz anderen Gegend. Wir befinden uns im Norden des Chobe-Flusses. Eigentlich soll es hier lt. Beschreibung die größte Elefantenkonzentration weltweit geben, in unseren Unterlagen stand "denn in diesem Gebiet leben mehr als 70.000 Elefanten...". Das mag ja sein - nur haben die wohl die Tage mit uns das Katz- und Mausspiel gemacht, jedenfalls haben wir hier NICHT EINEN Elefanten zu Gesicht bekommen :-) Wir lachen darüber schon... ein wenig schwingt die afrikanische Ruhe wohl schon in uns.

Jedenfalls sieht es hier aus wie im höchsten Norden Deutschlands :-) Feld- und Wiesenflächen soweit das Auge reicht. Aber natürlich schon ein wenig anders, klar.

Wir fahren während unseres Morning-Drives immer am Chobe-River lang. Dieser Fluss trennt die beiden Länder Botswana und Namibia - die Mitte des Flusses stellt sozusagen die Grenze da. Also alles, was Ihr hier an Wiesen seht, ist bereits Namibia.

Und die beiden Fischerjungs, die hier im allerfrühesten Morgen ihrer schweren Arbeit nachgehen, sind ebenfalls namibische Fischer:

Pure Handarbeit... und nicht ungefährlich, denn schließlich schwimmen hier Krokodile und Flusspferde rum!

Immer am Fluss entlang... und unsere absolsuten Lieblingsvögel machen auch hier uns ihre Aufwartung! Dies sind die sogenannten Guineupfows, ja, richtig, kleine Pfaue sozusagen. Die sehen nicht nur hübsch aus, sondern verhalten sich auch völlig drollig! Und da wir uns anfangs ihren Namen nicht merken konnten, Kurt aber beschreiben mußten, was wir sehen wollten, wurden irgendann die "Schnullibullis" draus :-) Und so sind das die Vögel unserer Reise: Schnullibullis - und Kurt kann das inzwischen bereits gut aussprechen :-)

Hier nochmal ein weiblicher Schnullibulli... bei den Männchen ist der Buckel ausgeprägter, damit sind sie irgendwie noch hübscher. Die Viecher haben die Angewohnheit, immer vor dem Auto auf der Fahrspur herzulaufen, dabei immer schneller zu werden und im allerletzen Moment (Natürlich würde Kurt oder wer auch immer ihnen NIE einen Schaden zufügen, klar!) springen sie dann immer zur Seite und fangen dann fürchterlich an zu schimpfen, worüber man sich herrlich amüsieren kann! :-)
Aber niedlich die Teile, oder?!

Aber ein paar Büffel bei ihrem morgendlichen wach-werden kommen uns auch vor die Linse:

Und so betrachten wir uns gegenseitig..

... und schauen diesen gewaltigen Tieren staunend zu, wie sie genau vor uns den Weg überqueren - und dabei noch jemanden per Anhalter mitnehmen :-)

So, Straße blockiert :-)

Und so sieht dann ein Büffel aus, wenn er ausgedient hat...

... und hier dann mal der Unterkiefer von einem toten Büffel, nicht wirklich klein - und ich habe immerhin Schuhgröße 41...

Time für Morning-Tea! An einer etwas geschützten Stelle (Heute morgen weht uns nämlich ein kühles Lüftchen (nur 22°C) um die Nase und wir sind dankbar über die wärmende Tee- und Kaffeepause!) lassen wir uns nieder und genießen die leckeren Morgen-Kekse mit Kurt:

Und betrachten die Überreste der Trockenzeit, die wir hier leider gaaaaaaaaar nicht kennengelernt haben... :-)

Und Trapper Toni hat sie wieder erkannt :-) Die relativ frische Löwenfährte:

Die "Water Monitore" sind auch unsere ständigen Begleiter, obwohl es gar nicht so einfach ist, sie im Gras zu entdecken.

Die drei Gesellen hingegen machen gern auf sich aufmerksam: unsere verspielten Jung-Schakale, wieder eifrig in Aktion!

11.00 Uhr Rückkehr ins Camp, der Regen ist weg, verschnaufen angesagt... und Zeit zum Fotoshooting: "Die Camper und ihr Home" :-)

... mit Blick über den Chobe River nach Namibia.

Unser Camp am Chobe River in einer 360° Grad-Ansicht

"Big black Beetle" sagte Kurt hierbei zu uns - das sehen wir auch, den "Großen schwarzen Käfer"! :-)

Aber was wir vor allem sehen - und sehnsüchtig erwarten :-) - ist Edwards leckeres Lunch für uns: heute gibt es aus den guten gusseisenern Töpfen...

... typisch afrikanisch zum Mittag: Spaghetti Bolognese :-) aber die war sehr gut!

Und da die Sonne gerade rauskam und alle da waren, haben wir gleich unser Gruppenfoto mit allen gemacht, v.l.n.r:

Edward, Tina, Ipe, Brian, Gundula, Moses, Anja, Katrin, Birger, Kurt, Sabine und Hauke

Nach dem Gruppenfoto sind wir heute schon um 13.00 Uhr zum Nachmittags-Game-Drive - unserem letzten :-( - gestartet. Denn eine Bootsfahrt stand ja noch bevor und wir sollten um 15.00 Uhr am "Anleger" sein, dann aber man rechtzeitig los!

Zeit für Tierfotos blieb ab natürlich dennoch - die Leopard-Schildkröte:

Und vor allem zeigte uns Kurt heute endlich das Nest vom Hammerkopf-Vogel (Ihr erinnert Euch?!). Das ist der Vogel mit der lustigen und einprägsamen Kopf-Form im Stil eines Hammers. Der baut nämlich ein besonderes Nest - Kurt hatte uns davon schon berichtet und präsentierte es uns hiermit:

Das Nest ist zum einen mega-stabil gebaut - da kann sich locker ein erwachsener Mann raufstellen. Es ist ca. 1 Meter hoch und immer unterteilt in drei Kammern: die Schlafkammer, die Essenskammer und die Trophäen-Kammer! Der Vogel sammelt nämlich allerlei Kram, den er so den lieben langen Tag findet: ein Stückchen schimmernde Glasscherbe, nen Kronkorken, ein Papierschnipsel usw. usw. und eiert mit den Sachen dann in sein Nest und packt das dort in eine Kammer. Die daher ihren Namen "Trophy-Room" erhielt. Super spannend!

Und man kann ihn hier sogar rausgucken sehen:

Dann zeigten sich heute eine komplette Warzenschwein-Familie - was ein süüüüüßer Anblick! Es waren drei Warzenschwein-Mütter mit ihren insgesamt wenige-Wochen-alten Kindern, die in etwa 8 Metern Entfernung vor uns grasten, liefen, rumhampelten etc. Total niedlich!

Und hier nochmal die typische Warzenschwein-Fresshaltung: immer runter auf die Vorderbeine, damit sie mit ihrer breiten Schnauze besser grasen können:

Und wenn Mama frisst, gehen die Kleinen halt gleichzeitig an die Milchbar :-)...

Oder auch mal drei bei einer Mutter... wer wo saugt, spielt hier nicht die Rolle, wie wir feststellen durften :-)



Und Ihr wißt: Beim Laufen Schwänzchen in die Höh :-))) SO putzig :-=

Eine Lodge auf namibischer Seite

Ja, wir sind also am "Anleger" angekommen, daher gleich mal ne Rundumansicht:

Und dann ging es aufs "Boot" - von dem Tina, als sie es sah, fragte "Ist das der Warteraum oder fahren wir etwa damit??" :-) - ein wenig ungewöhnlich schon, aber schließlich sind wir in Afrika! Auf gehts - mit David, dem Boot-Guide, aber glücklerweise ließ Kurt uns nicht allein.

Entlang auf dem Chobe-River... an dessen Flussufer sich ein Krokodil in der Sonne aalte... näher wollte ich (Gundel) dann aber nicht ran! :-)

To cool to care :-)

Unsere beiden Mädels waren an der Chobe River Lodge SEHR interessiert (übrigens die einzige Lodge innerhalb der National Park Grenzen!), in der schon Elisabeth Taylor und Richard Burton eine ihrer Flitterwochenreisen verbracht haben und in der auch schon Bill Clinton im Jahr 1999 abgestiegen ist...

... das Warzenschwein am Ufer war dann aber schon wieder laaaaaaangweilig... :-))

Unseren Spass hatten wir aber...

... und die Mädels posen für die Kamera:

Hier können wir vom Boot auch endlich mal Flusspferde an Land sehen - auch, wenn sie relativ schnell ins Wasser verschwinden:

Nur in ihr Territorium sollte man möglihst nicht kommen, dann dann wird sogar so ein relativ großes Boot wir unseres angegriffen - und die Dinger könner flink sein... schon ein bißchen unheimlich...

Ein schönes Bild des Krokodils vor den Flusspferden.

Das Wetter zieht sich leider schon wieder zu, dafür gibt es einen Regenbogen zu sehen:

"Schiep-schiep, darf ich mitkommen?" :-) Kostenloser Transfer per Flusspferd:

Die Dinger sind aber auch RIEIEIEISIG! Und besonders putzig das weiße Vögelchen, das die ganze Zeit völlig unberührt zwischen den Monstern hin- und herlief :-)

Breitmaul:

Und wir waren mit unserem Boot wirklich sehr nah dran...

Da heute unser letzter Abend ist, gibt es nochmal lecker zu essen: Grillfleisch-Variationen mit Kartoffel-Pü, Karotten und gefülltem Butternut-Kürbis - alles ein Gedicht!

Gundula hatte sich den ganzen Nachmittag schon Gedanken über eine kleine Abschiedsrede für Kurt gemacht und sie dann abends vorgetragen - GAAANZ toll und wir glauben, dass Kurt sogar ein bißchen überfordert mit der Situation war, denn am nächsten Tag hat er nochmal ganz lieb gefragt, ob er die Rede vielleicht aufgeschrieben haben dürfte ;-)

Und hier die Rede im Original:

In the name of this - by now :-) - experienced camper group I would like to say a few things and - that is my main intention - to thank you very very much!

We had a great - although rainy :-) - time with you on this safari!

You were the one who showed us a part of such an interesting country. You brought us to unique places and showed us all sorts of animals, plants and flowers and provided us with so many information which we appreciated very very much!

We are all aware about the one difficult situation. But we also know that it was not you nor the crews fault. Even we had to learn to adapt to a totally different country and their people with their "own" mentality - and even to unexpected weather conditions!

You did also cope with our group and their different types: the quiet ones Sabine & Hauke, the ever-so-interested-ones Anja & Birger, the talketive ones Gundula and - sometimes :-) - Brian and even the lovely hysterical ones Tina & Katrin! :-)

And so you helped us to experience an unforgetable holiday with SO much fun!

But above all you were at all times in such a good mood and stayed calm which let us feel secure at any time!

You always stayed relaxed - that helped us to feel also "totally relaxed" by now! ;-)

You even changed two Sex-and-the-City-Ladies into two brave bush devils (who even touch insects!!) :-)

We will never forgot the Safari woth you and your crew!

Thanks for everything!

It was DER HAMMER!!!!

So lauschten alle gespannt - und Kurt irgendwie schon etwas gerührt...

Der Big-Black-Beetle sagt auch nochmal gute Nacht :-)

Ja, und dann standen wir noch ein wenig am Feuer und erzählten am Tisch... an unserem letzten Safari-Abend. Wir hatten uns auf ein doch frühes Wecken geeinigt, um die Fahrt nach Kasane mit einem Game-Drive zu verbinden, so dass die Fahrt länger dauert. Die Alternative wäre die schnellere Straße gewesen - nee, nix für uns! :-)

Also krochen wir gegen 23.00 Uhr ein letztes Mal in unsere Zelte - Gute Nacht, bis morgen!

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