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Tag 15 – Regenzeit at it´s best

Heute ist wieder Camp-Wechsel angesagt. Wir fahren ca. 150km vom Savuti Camp im Chobe zum Chobe River in der Nähe von Kasane, wo dann unser letztes Camp auf uns wartet.

... und ich bin erster am Frühstückstisch... kommt auch nicht oft vor :-)

Heute wieder am provisorischen Feuer... Ihr wißt: Campwechsel, da haben die Jungs morgens die Küche schon abgebaut.

So sieht es dann aus, wenn die Gäste die Instruktionen des Guides nicht ernst nehmen und Nachts das Zelt verlassen... vier Leichensäcke liegen bereit ... :-))

NEIN!!! Die drei Jungs bauen nur in der Zwischenzeit schon unsere Zelte ab und die "Leichensäcke" sind nur die Säcke für unsere Bettwäsche und Matrazen.

Hier seht Ihr Moses beim Abbauen unseres Zelt Nr. 4:

Und wie wir schon einmal geschrieben haben, wird natürlich darauf geachtet, dass jeder seine Matraze und sein Bettzeug immer wieder bekommt, deshalb ist auf jedem Sack das Schild für wen und wohin das Bett gehört.

Während die Jungs dann das restliche Camp abbauen und alles verstauen, um mit ihrem Truck loszufahren, gehen wir auf morgendlichen Game Drive. Bei diesem sehen wir dann als erstes eine Gruppe von Marabu Störchen - Hier auch die "Undertaker" (Bestatter) oder Business-Man genannt ... ich finde, sie sehen irgendwie aus wie "Peter Zwegat - Raus aus den Schulden" :-)

Dann sahen wir zwei junge Giraffen Männchen, die im Spiel Ihre Kräfte messen...

... dazu drehen und wirbeln sie immer ihre Köpfe und versuchen sie gegenseitig aus dem Gleichgewicht zu bringen ... aber das hier ist nur ein Spiel und nicht mit wirklicher Kraft ausgeführt:

Diesen armen Elefanten hat es in einem Wasserloch erwischt. Kurt konnte uns leider nicht sagen wie der Elefant ums Leben gekommen ist, ob er einfach stecken geblieben ist, von anderen Elefanten im Kampf verletzt oder getötet worden ist, oder vielleicht von einer Gruppe Löwen umgebracht wurde!? Zumindest haben die Ranger seine Überreste wegen des Geruchs mit Benzin überschüttet und verbrannt - das ist alles, was übrig geblieben ist:

Gegen 8.00 Uhr ist wie üblich morgendliche Tea-Time angesagt... bei schon guten Temperaturen - "hotti hott" haben wir immer gesagt :-) Auf der Stelle stehen und Kaffee und Tee und Umgebung genießen, ist prima... großartige Spaziergänge wären zu anstrengend, aber glücklicherweise dürfen wir das ja sowieso nicht :-)

Ja, Toilette (Busch rechts) ist gerade besetzt, bitte kurz warten :-)

So, nachdem wir kurz vor 8.00 Uhr von Edward und seiner Crew per Funk die Info erhalten haben, dass sie jetzt losgefahren sind, machen wir uns auch auf den Weg, die 150 km abzureißen. Und starten erstmal auf einem gutem Stück "Straße"... immer brav geradeaus... ohne viel Tierbesuch, denen ist es wohl einfach zu warm!

Zwischendurch mal kurzer Buschtoiletten-Stop... die Straße nimmt kein Ende...

Ankunft am Gate... Kurt regelt die Formalitäten (Ihr wißt, die Gruppen müssen sich bei der Ein- und Ausreise in bzw. aus einem Park immer entsprechend melden)... wir hingegen warten kurz...

... und machen Fotos :-) Wenn es hier auch sonst nichts gibt, nen Kondom-Automaten haben die hier immerhin aufgehangen :-) Bei einer AIDS-Rate von 37% der Bevölkerung sicherlich eine sinnvolle Sache... wir fragen uns nur, wie die hier rankommen sollen, mitten im Busch??! Naja, nicht unser Problem und sicherlich ein guter Anfang...

Dann geht die Reise weiter, Straßenwechsel. Der Sand wird dunkler, die Landschaft ähnlich und vor allem geht es immmmmmmmer geradeaus :-)

Dann befuhren wir diese sehr breite "Straße" und haben dann aber von Kurt erfahren, dass dies keine Straße, sondern eine Feuerschneise ist - damit also bei einem Buschbrand das Feuer nicht über diese Barriere springen kann, wird ein extrabreiter Korridor angelegt.

Und die Jungs dort spielen nicht irgendwas.... die sind tatsächlich dabei, per Hand(!) mit jeweils einer Machete die Schneise von den restlichen Sträuchern und Wurzeln zu befreien - auch ne sch...ß-Arbeit bei bestimmt 30km Schneise und 12 Meter Breite...

Da wir diese Straße irgendwie so 20-30 km langfuhren und das Bild immer das Gleiche blieb, war nicht viel mit herrlichem Rastplatz. Wir hatten Kurt ein bzw. zweimal nen Platz vorgeschlagen, wo wir auf der Straße hätten stehen müssen, das wollte er partout nicht! Obwohl uns in den drei Stunden, die wir bisher gefahren sind, genau zwei Autos entgegengekommen sind und die Straße breit genug ist... :-) Aber er ist der Guide und wir ihm ausgeliefert :-) Also fanden wir kurz nach 12 Uhr einen geeigneten Platz und ließen uns zur Mittagspause nieder:

Und Kurt erlaubte uns sogar, einen Spaziergang jeweils 100 Meter vor und 110 Meter hinter dem Jeep zu unternehmen - weiter aber auf gar keinen Fall, da hier Elefanten in der Umgebung sind, die wir nebenbei auch gut hörten. Da ist es schon in Ordnung, wenn wir uns nicht auf eigene Faust weit weg begeben.

Er richtete in der Zeit unser Lunch her:

... das wir dann mehr als genossen (wir sind hier immer hungrig :-)!) und anschließend uns die Zeit mit Website-schreiben und vorlesen, schlafen und dergleichen vertrieben.

Nach zwei Stunden Pause ging es um 14 Uhr weiter auf die Fahrt... heute durchfuhren wir sogar mal drei Dörfer, hier eines zu sehen mit den üblichen Hütten, in denen die Einheimischen leben:

Nen Bus-Stop gibt es auch, für den Bus, der hier alle Jubeljahre mal hält :-)

Die Regenzeit ließ grüßen, wir kamen in einen derartigen, 45 Minuten-andauernden Regenguß, der nicht nur bei uns deutliche Spuren in Form von nassen Hosen und dergleichen hinterließ, sondern seine Auswirkungen dann auch an den Straßen zeigte... aber so dramatisch sehen die Leute das ja hier nicht... :-) Und selbst wir ließen uns von unserer nassen Bekleidung schon kaum noch aus der Ruhe bringen!

Von den 150 km, die wir heute absolvierten, waren genau 50 Meter asphaltierte Straße dabei - kein Scherz! Nur ein kleines Stück, wie hier zu sehen, fuhren wir über eine "richtige" Straße :-) und sozusagen im Dreiländer-Eck.

Beim Eingang in den Chobe National Park, Ngoma Eingang hiess es dann erstmal Jeep und Schuhe desinfizieren - gegen die Maul- und Klauenseuche. Der Typ mit seinem Sprühgerät auf dem Bild ganz links, der die Reifen absprüht, geht ja noch - aber das Schuh-Desinfizier-Schälchen auf dem Boden rechts von dem Typen im gelben Shirt und vor dem Stuhl war wirklich der Hammer. Ob das wirklich gut oder eher schlecht für die Desinfizierung ist, sei mal dahingestellt ;-)

Willkommen!

Und weiter gings, durch eine wieder andere Landschaft... in der sich die Tiere versteckt hielten, die Landschaft aber von uns im Bild festgehalten wurde:

... ebenso wie eine niedliche Affengruppe, die uns an ihrer Futtersuche teilhaben ließ...

... und an ihren Kletterkünsten :-)

ENDLICH! Nach insgesamt 6 Stunden reiner Fahrzeit für die 150 km (JAAAAAAAA, das sind hier die Relationen - aber mittlerweile habt Ihr ja die Straßenverhältnisse gesehen und dann ist man mit den 6 Stunden für diese Strecke schon gut dabei :-)

Ankunft im Camp! Edward und seine Crew hatten alles bestens hergerichtet und wir ließen uns erst einmal nieder und betrachteten die Umgbung...

... um es uns dann bei einem leckeren Abendessen wieder gut gehen zu lassen! Heute gab es Hühnchen (ganz hinten der Topf) mit Erbsen und Pellkartoffeln sowie toll gefüllten Kürbisschalen - perfekt!

Ja, was so wahre Buschkinder sind... die lassen sich auch von ein paar umherfliegenden Insekten den Appetit nicht verderben :-)

Denn gerade heute, durch den Regen, die Nähe zum Fluss und angezogen von unserem Lampen, kamen unzählige von "Flying Ants" (fliegende Ameisen), die auf der Suche nach einer Partnerin waren.

Jedenfalls sah so mein (Gundels) Teller nach dem Essen raus... die Flug-Viecher waren heute unheimlich penetrant, aber wir hatten Hunger, also wurde sorgsam geprüft, seziert und rausgefischt und das, was Insektenfrei war, schnell in den Mund geschoben :-) Kurt ist da um einiges entspannter und guckt gar nicht mehr... wie wollen aber auch nicht wissen, wieviel er von dem Getier runtergeschluckt hat :-) Aber LECKER war das Essen dennoch!

Feuer sitzen war heute nicht... der Regen ließ uns keine Chance. Aber auch kein Problem, unter unseren Zelt der "Dining Hall" saßen wir ja sicher und regengeschützt und erzählten noch eine Weile und verzogen uns dann gegen 22.00 Uhr in unsere Zelte -

und träumten dem letzten Safari-Tag entgegen! :-)

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